Texpa-Simplon Trainingswissen #2: Kraft wie Silas Graf

Als ehemaliger deutscher Jugendmeister im Ringen ist Silas Graf wahrscheinlich einer der athletischsten Radsportler der Szene. Die Kraft hilft ihm auch auf dem Rad weiter.

Die Kraft und Athletik die er aus seiner Zeit als Ringer sowie aus seinem Training in der Kraftkammer mitbringt verhalf ihm zum deutschen Vizemeister im Eliminator Sprint sowie zu Platz sechs bei der deutschen Cross Country Meisterschaft U23. Wer aber denkt über längere Distanzen geht dem Kraftpaket die Puste aus, liegt falsch. Auch bei der deutschen Marathon Meisterschaft konnte er mit Platz 13 im vergangenen Jahr überzeugen.

Auch jetzt trainiert Silas noch vergleichsweise viel abseits vom Rad. Die letzten Jahre nutzte Silas im Winter das Ringen im Verein von Oktober bis Januar als Athletiktraining. Zusätzlich absolvierte er Krafttraining an der Langhantel.

Seit seinem Umzug nach Freiburg hat er ideale Trainingsbedingungen am Olympiastützpunkt, an dem er im Winter zweimal die Woche Krafttraining, sowie weitere zweimal Athletiktraining in der Gruppe absolviert.

Beim Athletiktraining am Olympiastützpunkt werden 10  Übungen in Zirkelform durchgeführt. Diese fordern Schnellkraft, Ausdauer und Koordination.

Im Krafttraining arbeitet Silas viel an der Langhantel. Bei den Hauptübungen beginnt er nach einer kurzen Eingewöhnungsphase im Herbst mit einem Hypertrophie-Block. Das Heißt drei Sätze à 10-12 Wiederholungen. Über den Winter senkt er nach und nach die Wiederholungsanzahl und steigert das Gewicht. Damit verschiebt sich der Trainingsreiz etwas vom Muskelaufbau stärker hin zur intramuskulären Koordination. Im Frühjahr heißt das nur noch drei Wiederholungen mit 135 Kilogramm in der Kniebeuge.

Auch während der Saison versucht Silas das Krafttraining einmal pro Woche erhaltend beizubehalten.

Während der aktuellen Corona-Situation hat der Olympiastützpunkt geschlossen. An der Langhantel Zuhause kann Silas das Krafttraining aber weiterhin durchführen.

Silas Tipp für den Nachwuchs?

„Zuerst mit viel Freude und Spaß die Technik auf den Trails lernen. Zeit für Grundlageneinheiten und Trainingspläne ist später noch genügend. Des weiteren würde ich jedem empfehlen möglichst lange eine weitere Sportart zu betreiben um der Einseitigkeit entgegen zu wirken. Zum Beispiel Ringen 🙂 „

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